Zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Frauen gehören Myome, die auch als gutartige Tumoren bekannt sind. Diese Myome entstehen in der Gebärmutter und verursachen meist keine spezifischen Symptome, weshalb sie häufig bei Routineuntersuchungen entdeckt werden. Es wird geschätzt, dass 20–50 % der Frauen im gebärfähigen Alter Myome haben, und in der Altersgruppe von 30–44 Jahren kann dieser Anteil über 60 % liegen [1, 2].
Obwohl Myome in der Regel harmlos sind, ist es wichtig, sie in regelmäßigen Abständen zu überwachen.
“ ”Die meisten Myome verursachen keine Symptome und erfordern keine Behandlung. Bei Myomen, die jedoch starke Blutungen, Schmerzen oder Unfruchtbarkeit verursachen, ist eine dauerhafte Lösung durch individuell angepasste chirurgische Verfahren möglich.
Was sind Myome?
Myome sind Tumoren, die aus der Muskelschicht der Gebärmutter entstehen und aus glatten Muskelzellen sowie Bindegewebe bestehen. Sie sind gutartig, und das Risiko einer bösartigen Entartung ist äußerst gering [1]. Die Größe der Myome kann stark variieren. Je nach Lage werden sie in drei Haupttypen unterteilt [3]:
- Subseröse Myome: Entwickeln sich an der äußeren Wand der Gebärmutter
- Submuköse Myome: Entwickeln sich an der inneren Gebärmutterschleimhaut und erhöhen am stärksten das Risiko für Blutungen und Unfruchtbarkeit
- Intramurale Myome: Entstehen innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutter und sind die häufigste Form
Welche Symptome verursachen Myome?
Etwa 30 % der Myomfälle führen zu Symptomen, die die Lebensqualität beeinträchtigen; starke Menstruationsblutungen und daraus resultierende Eisenmangelanämie gehören zu den häufigsten Beschwerden [2]. Zu den wichtigsten Symptomen zählen:
- Abnormale und starke Menstruationsblutungen
- Sehr schmerzhafte Regelblutungen
- Anämie infolge starker und langanhaltender Blutungen
- Starke Rückenschmerzen
- Schmerzhafter Geschlechtsverkehr
- Tastbare Knoten im Unterbauch
- Druck- und Schmerzgefühl beim Stuhlgang
- Häufiges Wasserlassen aufgrund von Druck auf die Blase
Darüber hinaus können insbesondere submuköse Myome die Einnistung des Embryos beeinträchtigen und somit eine Schwangerschaft erschweren [3].
Für detaillierte Informationen zur Myomoperation können Sie unsere Seite Was ist eine Myomoperation und für wen ist sie geeignet? besuchen.
Wie werden Myome diagnostiziert?
Da Myome oft keine spezifischen Symptome verursachen, werden sie in der Regel bei routinemäßigen gynäkologischen Untersuchungen entdeckt. Bei Verdacht auf Myome wird mittels Ultraschall die Größe und Lage bestimmt. Wenn die Masse sehr groß ist oder keine ausreichenden Informationen über die Gebärmutterstruktur gewonnen werden können, kommt die MRT zum Einsatz, die die genauesten Informationen über Weichteile liefert [3].
Wie werden Myome behandelt?
Die Behandlung von Myomen richtet sich vollständig nach den Auswirkungen auf die Patientin [2, 3, 4]:
- Beobachtung: Myome ohne Beschwerden und ohne schnelles Wachstum können regelmäßig kontrolliert werden.
- Medikamentöse Therapie: NSAR, Tranexamsäure, kombinierte orale Kontrazeptiva oder GnRH-Agonisten/-Antagonisten können Symptome kurzfristig lindern; nach Absetzen kann das Wachstum jedoch wieder einsetzen [2].
- Myomektomie (Entfernung des Myoms): Wird bei Frauen mit Kinderwunsch bevorzugt. Studien zeigen eine Schwangerschaftsrate von 75,6 % nach dem Eingriff [4]. Sie kann laparoskopisch, hysteroskopisch oder offen durchgeführt werden.
- Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter): Bietet eine dauerhafte Lösung bei Frauen ohne Kinderwunsch, insbesondere im perimenopausalen Alter [3].
- Uterusarterienembolisation (UAE) und fokussierter Ultraschall: Können Alternativen für Frauen sein, die die Gebärmutter erhalten möchten, jedoch eine sorgfältige Abwägung bei Kinderwunsch erfordern [2].
Die Entscheidung für eine Operation hängt vom Alter der Patientin, der Größe und Lage der Myome, der Schwere der Symptome sowie vom Kinderwunsch ab.
Für weitere Informationen zur Myombehandlung können Sie unsere Seite Myombehandlung besuchen.