Bioidentische Hormontherapie
Die bioidentische Hormontherapie ist eine individuell geplante Behandlungsmethode, bei der Hormone mit molekular identischer Struktur zu den körpereigenen Hormonen eingesetzt werden, um Beschwerden zu lindern, die durch sinkende oder unausgeglichene Hormonspiegel bei Frauen entstehen. Besonders in der Perimenopause und Menopause wird diese Therapie häufig bevorzugt. Dr. Serpil Kırım, die in Istanbul seit vielen Jahren im Bereich Frauengesundheit tätig ist, verfolgt auch bei der bioidentischen Hormontherapie einen ganzheitlichen medizinischen Ansatz. Dabei werden nicht nur die Hormonwerte, sondern auch Lebensstil, Ernährung, Stresslevel und Schlafqualität berücksichtigt.
Was ist eine bioidentische Hormontherapie?
Die bioidentische Hormontherapie bedeutet, dass Hormone mit derselben molekularen Struktur wie die natürlich im menschlichen Körper produzierten Hormone bei einem Mangel oder Ungleichgewicht unter ärztlicher Kontrolle ersetzt werden. Die Behandlung kann in verschiedenen Formen erfolgen, wie Cremes, Gele, Kapseln oder transdermale Patches (auf die Haut aufgeklebte Hormonpflaster, z. B. Östrogen-Pflaster). Ziel ist es nicht, den Hormonspiegel willkürlich zu erhöhen, sondern das physiologische Gleichgewicht entsprechend den klinischen Beschwerden und Laborwerten wiederherzustellen.
Was sind bioidentische Hormone?
Bioidentische Hormone sind Hormone, die exakt die gleiche molekulare Struktur wie die im Körper vorkommenden Hormone besitzen. Dadurch werden sie vom Körper nicht als „fremd“ erkannt und können entsprechend metabolisiert werden. Sie werden meist aus pflanzlichen Quellen (z. B. Soja oder Yamswurzel) gewonnen und im Labor so verarbeitet, dass sie mit den menschlichen Hormonen identisch sind.
Unterschied zwischen bioidentischen und synthetischen Hormonen
Synthetische Hormone ähneln den natürlichen Hormonen in ihrer Wirkung, können jedoch strukturelle Unterschiede aufweisen. Bioidentische Hormone hingegen sind molekular identisch mit den körpereigenen Hormonen. Daher erfordert ihre Anwendung eine sorgfältige Analyse des individuellen Bedarfs sowie eine passende Dosierung und regelmäßige Kontrolle.
Warum wird eine bioidentische Hormontherapie angewendet?
Kontrolle von Symptomen in der Menopause und Perimenopause
Mit dem Absinken von Östrogen- und Progesteronspiegeln während der Menopause und Perimenopause können zahlreiche körperliche und psychische Beschwerden auftreten:
- Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen
- Herzklopfen
- Einschlaf- oder Durchschlafstörungen
- Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und „Gehirnnebel“
- Konzentrationsmangel und mentale Erschöpfung
- Emotionale Schwankungen, Reizbarkeit und Ungeduld
- Erhöhte Angst und depressive Verstimmung
- Energielosigkeit und Motivationsverlust
- Vaginale Trockenheit, Empfindlichkeit und verminderte Libido
- Trockene Haut, Haarausfall und verminderte Hautelastizität
- Muskel- und Gelenkschmerzen
Die bioidentische Hormontherapie wird individuell geplant, um diese Symptome auszugleichen und die Lebensqualität zu verbessern.
Unterstützung bei der Reduzierung langfristiger Gesundheitsrisiken
Bei geeigneten Patientinnen und unter ärztlicher Kontrolle kann eine Hormontherapie nach der Menopause dazu beitragen, bestimmte langfristige Gesundheitsrisiken zu managen:
- Unterstützung bei der Verringerung des Risikos für Osteoporose (Knochenschwund)
- Beitrag zur Regulation kardiovaskulärer Risikofaktoren
- Unterstützung beim Erhalt kognitiver Funktionen und beim Management altersbedingter kognitiver Veränderungen
Diese möglichen schützenden Effekte werden stets individuell bewertet und an das persönliche Risikoprofil angepasst.
Für wen ist die bioidentische Hormontherapie geeignet?
Nach ärztlicher Beurteilung kann eine bioidentische Hormontherapie insbesondere in folgenden Fällen in Betracht gezogen werden:
- Hormonelle Ungleichgewichte und lebensqualitätsbeeinträchtigende Symptome während der Menopause oder Perimenopause
- Hormonmangel nach Entfernung der Eierstöcke (chirurgische Menopause)
- Menstruationsunregelmäßigkeiten und PMS (prämenstruelles Syndrom)
- Libidoverlust, Schlafstörungen, Angstzustände und Stimmungsschwankungen hormonellen Ursprungs
- Erhöhtes Risiko für verminderte Knochendichte nach der Menopause bei medizinischer Indikation
Jede Patientin wird umfassend beurteilt; Beschwerden, Risikofaktoren, bestehende Erkrankungen und Lebensstil werden gemeinsam berücksichtigt, um einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen.
Wer sollte besonders sorgfältig bewertet werden?
Wie bei jeder Therapie spielen individuelle Risikofaktoren eine wichtige Rolle. Persönliche und familiäre Krankengeschichte, bestehende Erkrankungen sowie eingenommene Medikamente werden ärztlich geprüft. Falls erforderlich, erfolgt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zur optimalen Betreuung.
Welche Hormone umfasst die bioidentische Hormontherapie?
Je nach Bedarf können folgende Hormone eingesetzt werden:
- Östrogen: Nimmt in der Menopause ab und steht im Zusammenhang mit Hitzewallungen, vaginaler Trockenheit und Stimmungsschwankungen.
- Progesteron: Wirkt im Gleichgewicht mit Östrogen und beeinflusst Schlafqualität, innere Ruhe und Zyklusregulation.
- Testosteron: Kann auch bei Frauen Energie, Motivation und sexuelles Verlangen beeinflussen.
- DHEA: Wird von den Nebennieren produziert, nimmt mit dem Alter ab und kann das Energielevel sowie das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen.
Wie verläuft der Behandlungsprozess?
In der Klinik von Dr. Serpil Kırım wird die bioidentische Hormontherapie nicht nach einem Standardprotokoll, sondern individuell geplant. Der Ablauf umfasst in der Regel folgende Schritte:
1) Ausführliche Anamnese und Untersuchung
Beginn, Intensität und Verlauf der Beschwerden, Schlafmuster, Stressniveau, Ernährungsgewohnheiten, Bewegung und Lebensrhythmus werden analysiert. Frühere Befunde und aktuelle Medikamente werden berücksichtigt.
2) Hormontests
Hormonspiegel werden im Blut und bei Bedarf im Speichel bestimmt, um Mängel oder Ungleichgewichte zu identifizieren. Diese Ergebnisse werden gemeinsam mit den Symptomen bewertet.
3) Individuelle Hormonplanung
Basierend auf Testergebnissen und klinischen Befunden erfolgt eine individuell angepasste Dosierung. Die Anwendung kann in Form von Cremes, Gelen, Kapseln oder transdermalen Patches (Hormonpflaster) erfolgen.
4) Ganzheitliches Unterstützungsprogramm
Das hormonelle Gleichgewicht steht in enger Verbindung mit Darmgesundheit, Leberstoffwechsel, Schlafqualität und Stressmanagement. Daher können neben der Hormontherapie auch Ernährungsberatung, Phytotherapie, Stressmanagement und psychologische Unterstützung integriert werden.
5) Regelmäßige Kontrollen und Nachsorge
In festgelegten Abständen erfolgen klinische Kontrollen und bei Bedarf erneute Tests. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und gleichzeitig eine sichere und ausgewogene Dosierung zu gewährleisten.
Ganzheitlicher Ansatz als Behandlungsphilosophie
Der Ansatz von Dr. Serpil Kırım zielt nicht nur darauf ab, Hormone zu ersetzen, sondern die zugrunde liegenden Faktoren des hormonellen Ungleichgewichts gemeinsam zu regulieren. Denn Hormonstörungen werden nicht nur durch einen Hormonmangel verursacht, sondern können auch durch Darmgesundheit, Leberfunktion, Schlafqualität, Stresslevel und Belastung durch Toxine beeinflusst werden. Eine individuell abgestimmte Therapie fördert daher ein nachhaltiges Wohlbefinden.
Nebenwirkungen und Sicherheit
Da bioidentische Hormone strukturell mit körpereigenen Hormonen übereinstimmen, werden sie häufig gut vertragen. Dennoch können Überdosierung, falsche Produktauswahl oder unzureichende Nachkontrolle unerwünschte Wirkungen verursachen. Deshalb sollte die Therapie stets unter fachärztlicher Begleitung erfolgen. In unserer Klinik werden Patientinnen umfassend über Ablauf, mögliche Effekte und Nachsorge informiert.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine bioidentische Hormontherapie?
Die Dauer variiert individuell. Bei vielen Patientinnen zeigen sich innerhalb von 3–6 Monaten deutliche Verbesserungen, in manchen Fällen ist jedoch eine längere Begleitung erforderlich.
Führt die bioidentische Hormontherapie zu Gewichtszunahme?
Eine korrekt dosierte Hormontherapie führt nicht zwangsläufig zu Gewichtszunahme. Bei manchen Patientinnen kann sich durch die hormonelle Stabilisierung sogar eine bessere Stoffwechselregulation ergeben.
Wirkt die Therapie sofort?
Bei einigen Patientinnen zeigen sich bereits nach 1–2 Wochen erste Verbesserungen, bei anderen kann es länger dauern. Die individuelle Dosisanpassung spielt hierbei eine entscheidende Rolle.
Zusammenfassung
Ein hormonelles Ungleichgewicht kann sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit beeinflussen. Die in der Klinik von Dr. Serpil Kırım in Istanbul angebotene bioidentische Hormontherapie zeichnet sich durch eine individuelle Planung und einen ganzheitlichen Ansatz aus. Wenn Sie hormonelle Beschwerden verspüren, können Sie sich für eine ausführliche Beratung und weitere Informationen an uns wenden.